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Erläuterung zur "Ampel"

Stand: 11/2008

Prazosin

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Prazosin ist ein selektiver Antagonist der postsynaptischen Alpha1-Rezeptoren. Prazosin reduziert den totalen peripheren Widerstand und senkt den mittleren arteriellen Druck. Prazosin ist plazentagängig, in einer Studie lagen die Werte beim Kind bei der Geburt bei etwa 10-20% der mütterlichen Plasmaspiegel.

Indikation: arterielle Hypertonie

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Ein teratogenes Risiko wurde bisher nicht beschrieben, jedoch liegen für eine fundierte Risikobewertung keine ausreichenden Fallzahlen vor. Tierversuche haben keinen Anhalt für ein teratogenes Risiko ergeben.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Prazosin wurde in einzelnen Fällen in Kombination mit ß-Rezeptorenblockern erfolgreich bei essentieller Hypertonie in der späten Schwangerschaft angewendet, ohne dass fetotoxische Wirkungen auftraten. Prazosin soll nach oraler Gabe bei schwangeren Frauen langsamer, dafür aber vollständiger resorbiert werden.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Zur Behandlung der arteriellen Hypertonie sollten die Mittel der Wahl eingesetzt werden. Prazosin kommt im 2./3. Trimenon nur bei Versagen der primär empfohlenen Antihypertensiva infrage.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach einer Exposition im 1. Trimenon kann eine sonographische Feindiagnostik angeboten werden. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um individuell das Risiko abzuschätzen und das weitere Vorgehen zu besprechen! Eine individuelle Beratung können Sie über den Online-Fragebogen anfordern. Sie können uns aber auch anrufen. Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz. Die Beratung ist für Sie kostenlos.

Besser erprobte Alternativen: alpha-Methyldopa oder Metoprolol

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 2,5-2,9 h; Proteinbindung: 95%; molare Masse: 420; orale Bioverfügbarkeit: gut.

Klinik: Bei einem Mutter-Kind-Paar wurde über eine relative Dosis von 3% berichtet.

Empfehlung: Die Mittel der Wahl sollten bevorzugt werden, siehe arterielle Hypertonie.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz.

Die Beratung ist kostenlos.