Erkrankungen
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Bakterielle Infektionen können nicht nur die Mutter gefährden, sondern können auch den Verlauf der Schwangerschaft komplizieren. So kann es zum Abort oder zur Frühgeburt - nach vorzeitigen Wehen und/oder vorzeitigem Blasensprung kommen. Bestimmte Erreger können auch auf das ungeborene Kind übergehen und den Fetus schädigen. Häufig sind in der Schwangerschaft vaginale Infektionen, die aber nur zum Teil bakterieller Genese sind.
Bakterielle Infektionen können mit hohem Fieber einhergehen, welches sich ebenfalls ungünstig auf den Schwangerschaftsverlauf auswirken kann. Die Erfahrungen sind widersprüchlich. Zusammengefasst vermutet man ein gering erhöhtes Fehlbildungsrisiko, wenn Temperaturen über 39° länger als 24 Stunden anhalten - vor allem in den ersten 4 Wochen nach der Konzeption.
Besonderheiten einer Therapie in der Schwangerschaft
Bakterielle Infektionen müssen auch in der Schwangerschaft adäquat und konsequent mit Antibiotika behandelt werden. Meistens stehen gut erprobte und für die Schwangerschaft unbedenkliche Mittel zur Verfügung. Die Schwangere sollte über die Notwendigkeit und Sicherheit der Antibiotikatherapie aufgeklärt werden. Auch bestimmte asymptomatische Infektionen sollten therapiert werden. Bei schweren, vital bedrohlichen Infektionen kann auch eine Therapie mit schlechter erprobten oder für die Schwangerschaft suspekten Antibiotika erforderlich werden. Der therapeutische Nutzen überwiegt in solchen Fällen jedoch meist das potentielle Risiko für das ungeborene Kind. Hohes anhaltendes Fieber sollte mit Paracetamol und physikalischen Maßnahmen (Wadenwickel, ausreichend Trinken etc.) gesenkt werden.
Mittel der Wahl
Die Behandlung bakterieller Infektionen in der Schwangerschaft und Stillzeit stützt sich im Wesentlichen auf Betalaktam-Antibiotika. Penicilline und Cefalosporine der ersten Generation sind für die Schwangerschaft am besten untersucht und auch in Kombination mit einem Betalaktamase-Hemmstoff Mittel der ersten Wahl. Als Alternative z.B. bei Allergie stehen Makrolide zur Verfügung.
Hinweis
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